Allgemeiner Schachklub Salzburg mit Sitz im ASKÖ Sportzentrum Maxglan, Eichetstrasse 29-31, 5020 Salzburg

7. Runde – LLB 2021/22

Die ASK Skywalker konnten mit einem Sieg in Ranshofen den Rückstand auf Spitzenreiter SIR Mondsee verringern. Mondsee entging nur knapp einer Niederlage gegen ASK Young Stars. Die Meisterschaft bleibt extrem spannend. Während SIR Mondsee mit 9 Mannschaftspunkten nur noch eine Begegnung offen hat, können Union Hallein 1 und ASK Skywalker, die derzeit mit 8 Mannschaftpunkten auf den Rängen 2 und 3 liegen, noch zwei mal Punkte sammeln.

Ranshofen 3 – ASK Skywalker 1,5 : 4,5

Bericht von Stefan Heigerer

Brett 1 Stefan Heigerer – Wolfgang Söder: In einer eher ruhigen Eröffnungsphase fand Wolfgang andere Ideen wichtiger als die Rochade zu vollziehen. Wie es dann so kommt, war er aus taktischen Gründen gezwungen bei einem Abtausch mit dem König zurückzunehmen und somit für immer in der Mitte zu verharren. Dies war eine enorme Schwächung und so konnte ich nicht nur mit einer Springergabel eine Qualität gewinnen, sondern dem schwarzen König ordentlich auf den Pelz rücken, was schlussendlich auch die Partie entschied. 1-0

Brett 6 Ahmad Hammami – Martin Schneeweis: Ahmad fand sich nach einer Zugumstellung von Martin nicht in der ihm bekannten Stellung wieder und geriet schnell in eine prekäre Lage. Sein Bauer auf c7 blieb rückständig, kein Hebel im Zentrum funktionierte, und er hat mit seinem Springer schon 7 Züge gemacht und noch immer kein besonderes Feld gefunden. Glücklicherweise hatte sein Gegner an diesem Tag noch etwas zu erledigen, denn diese Stellung zu verteidigen wäre kein Honigschlecken gewesen. 1,5-0,5

Brett 2 Markus Zauchner – Christa Hackbarth: Markus konnte nach der Eröffnung schnell die Initiative an sich reißen und postierte seine Schwerfiguren am Königsflügel. Unterstützt von einem zentrierten Springer auf e4 und, als dieser abgetauscht wurde, von der offenen f-Linie übte er schon gehörigen Druck auf die weiße Stellung aus. Irgendwie sah es nach dem typischen Weiß Plan im London System aus, haben sie die Farben getauscht? Es gelang ihm mit seinem Läufer den eingesperrten Turm auf f1 anzugreifen, was ihm die Qualität einbrachte. Er forcierte weiterhin seinen Angriff, der nun den gewünschten Erfolg einbrachte. 2,5-0,5

Brett 4 Josef Nussbaumer – Ernst Putz: Josef sprang uns kurzfristig noch ein, als wir in großer Personalnot waren, und deswegen möchte ich mich als Mannschaftsführer bedanken. In einer seltenen Variante des Spaniers konnte Putz die schwarze Königsstellung schwächen. Laut Josef entschied ein Fingerfehler die Partie, er hatte die falsche Figur berührt. Er mühte sich noch redlich in einem Endspiel mit der Qualität weniger, doch da half leider nichts mehr. 2,5-1,5
Brett 3 Anatol Lederer – Peter Spernbauer: In einer scharf geführten Partie war Anatol das eine oder andere Tempo voran, was er auch nutzte um die gegnerische Königsstellung aufzureißen. Doch dann tauschten sich zu viele Figuren, unter anderem auch die Dame, und so begnügte er sich mit einem Mehrbauer im Doppelturmendspiel. Als beide Türme dann getauscht wurden, war klar das Anatol einen schwachen Bauern nicht halten konnte. Er hatte jedoch genau gerechnet und so zog in dem Wettrennen der Bauern, seiner einen Zug schneller ein als Peters. 3,5-1,5

Brett 5 Gerwin Warzycha – Christian Fugger: Bei seinem 1. Einsatz in der Landesliga B stellte Gerwin sein Talent unter Beweis und konnte seinen Anzugsvorteil zuerst in einem Turm auf der 7. Reihe ummünzen, danach gesellte sich noch ein 2.ter hinzu, dabei gewann er auch noch 3 Bauern. Lies sich das sein gegenüber einfach so leicht gefallen? Nein, Christian konnte mit Dame und Turm den weißen König bis auf die 4. Reihe hinaustreiben. Gerwin musste einige schwerwiegende Drohungen (Matt oder Damenverlust) parieren, doch er behielt die Ãœbersicht und wickelte in ein Endspiel mit Dame gegen 2 Türme ab, wo er durch die Mehrbauern deutlich auf Sieg stand. 4,5-1,5
Sehr erfreulich, dass wir die zahlreichen Ausfälle so gut kompensieren konnten, nun steht uns in den letzten 2 Runden ein Dreikampf mit Hallein und SIR Mondsee um die Meisterschaft bevor.

ASK Young Stars – SIR Mondsee 3 : 3

Bericht von Florian Pöllner

wir empfingen mit unseren Young Stars in unserem Ausweichlokal Franz-Bell-Heim in der Landesliga-B keinen geringeren als den Tabellenführer SIR Mondsee. Keine leichte Aufgabe für uns, mit Michael Untersteiner, Reinhard Vlasak und Magdalena Mörwald waren die ersten 3 Bretter genauso besetzt wie beim Sieg gegen Mattighofen. Auf Brett 4 spielte wieder Miriam Mörwald, die letztes Mal noch ausgefallen war, ich auf Brett 5 und Jan Banholzer auf Brett 6.  

Brett 1:Arnold Endthaler – Michael Untersteiner   einigten sich früh auf Remis.  

Brett 2: Reinhard Vlasak – Tymur Keleberd   Reinhard hatte einen Springer in die Hand genommen, obwohl er a3 spielen wollte, dumm gelaufen nun musste er ihn auf ein Feld stellen wo er nicht so recht hingehört. Er überlegte sich einige Opfer, die Stellungen waren ihm aber nicht klar genug. In einer komplizierten Stellung verrechnete er sich leider, opferte und kam mit einer Figur weniger heraus. Seine beiden Bauern die er dafür bekam erwiesen sich als bedeutungslos, nach etwa 90 Minuten hieß es 0,5 / 1,5. Die Partie zum Nachspielen findet ihr gleich nach dem Bericht.  

Brett 6: Jan Banholzer – Jakob Weigl   Jan eroberte bei heterogenen Rochaden eine Figur und ein paar Bauern, schaffte es dann die Damen zu tauschen, gab die Figur zurück, um das letzte Gegenspiel mit beiden Türmen zu unterbinden. Im Endspiel Turm und Läufer hatte er dann keine Probleme mehr und gewann sicher, schon der zweite Sieg im zweiten Spiel von Jan! damit Ausgleich.  

Brett 5: Daniel Elsässer – Florian Pöllner   ich hatte letzte Woche endlich mal wieder gewonnen und ging auch mit dieser Einstellung in die Partie, wusste aber im Mittelspiel nicht so recht auf was ich spielen sollte. f6 erwies sich als nicht so gut, Daniel schaffte mir 2 Bauernschwächen, eine davon eroberte er direkt, einen weiteren stellte ich taktisch ein. Nachdem ich auch danach keinen richtigen Plan hatte graste Daniel noch meinen ganzen Damenflügel ab und erzwang dann den Damentausch. Das Endspiel mit 4 Minusbauern wollte ich mir nicht mehr anschauen und gab auf, wieder ein Rückschlag, war aber auch verdammt gut gespielt von Daniel, also 1,5 2,5

Brett 3: Bernhard Zwain – Magdalena Mörwald   Magdalena sah sich gegen Bernhard Zwain nach dem 9. Zug mit einem Bauern weniger in einer schlechten Stellung. Beide Königs steckten im Zentrum fest. Nun musste sie verteidigen und andererseits nach Schwindelchancen schauen, und sie sollte sie bekommen. Bernhard fand nicht immer die besten Züge so dass er ständig wachsam sein musste, denn immerhin waren alle 3 Schwerfiguren am Brett. Letztendlich kam ein Damenendspiel 4 gegen 3 Bauern raus. Dann wurde es dramatisch! Das Ziel von Magdalena war nun eines: Dauerschach! und dieses Ziel verfolgte sie auch konsequent. Nun wollte Bernhard gewinnen und lief mit dem König vor, gab dabei den Bauern f4 auf. Das hätte verlieren müssen, denn nun hätte Magdalena selbst die Damen tauschen können und plötzlich wäre ihr Freibauern durchgelaufen,  da Bernhards König nicht im Quadrat war. Aber ganz aufs Dauerschach fixiert sah sie diese Möglichkeit nicht, schade. Dauerschach wurde es aber schon ,also Remis.   Nun musste Miriam Mörwald gegen Michael Hitsch unbedingt für das 3:3 gewinnen.  

Brett 4: Miriam Mörwald – Michael Hitsch   Das Mittelspiel war recht kompliziert, nach ein paar Täuschen hatte Miriam einen Bauern mehr, dafür hatte Michael einen gefährlichen Freibauern auf der e-Linie installiert der bis auf die dritte Reihe vorgerückt war. Das war auch das Hauptmotiv im Schwerfigurenendspiel, wo Miriam sich 2 verbundene Freibauern am Damenflügel schuf. Nach dem Damentausch blieb das Motiv bestehen, Mehrbauern gegen vorgerückten Freibauern und aktiven König. Miriam ließ die Bauern laufen, Michael seinen König. Am Ende zogen nach Turmtausch beide Bauern ein, allerdings blieb Miriam ein satter Mehrbauer auf c6 und die neugeborene Dame deckte alle Dauerschachdrohungen, Michaerl gab auf. Was für ein Herzschlagfinale! Ein einziges Tempo hatte Miriam gereicht, dazu Gratulation!   Mit dem 3:3 hatten wir unseren Kollegen Schützenhilfe geleistet, die mit 4,5 / 1,4 gegen Ranshofen gewonnen hatten.

Nun führt Mondsee nur noch einen Punkt vor Hallein und Skywalker, ein echter Dreikampf ist entstanden und in der letzten Runde spielt Skywalker noch gegen Mondsee! Für uns geht es in 2 Wochen weiter gegen Golling.

LLB 2021/22 - Runde 7

7.15MOL Mozart/Oberndorf- - -3ASKÖ Radstadt
7.26Ranshofen 31,5 - 4,52ASK Skywalker
1Söder Wolfgang18900 : 1Heigerer Stefan1947
2WMKHackbarth Christa18110 : 1Zauchner Markus1883
3Spernbauer Peter18010 : 1Lederer Anatol1778
4Putz Ernst16541 : 0Nußbaumer Josef Prof.1818
5Fugger Christian18330 : 1Warzycha Gerwin1375
6Schneeweis Martin15950,5 : 0,5Hammami Ahmad1110
7.37Mattighofen 24 - 21Schattauer Golling
1Grausgruber Rene19140 : 1Thalhammer Lorenz2114
2Baron Marek19241 : 0Kössler Andreas1922
3Blümhuber Johann17540,5 : 0,5Brandauer Martin1702
4Mertz Waldemar1894+ : --
5Friedl Gerhard18970,5 : 0,5Windhofer Johann1855
6Muhr Rudolf18411 : 0Wieser Rupert1834
7.48ASK Young Stars3 - 39SIR Mondsee
1Untersteiner Michael19200,5 : 0,5Endthaler Arnold2018
2Vlasak Reinhard Dr.19280 : 1AIMKeleberda Tymur2080
3Mörwald Magdalena18550,5 : 0,5Zwein Bernhard0
4Mörwald Miriam17391 : 0Hitsch Michael1817
5Pöllner Florian17510 : 1Elsässer Daniel1407
6Banholzer Jan01 : 0Weigl Jakob1085

LLB 2021/22 - Stand nach der 7. Runde

Rg.Mannschaft123456789MPPkt.
1SIR Mondsee*3336K43,5(2,5)922,5
2Union Hallein 13*4354-819
3ASK Skywalker2*3,544,54,5-818,5
4Schattauer Golling332,5*235,5(4)519
5ASK Young Stars312*4,533516,5
6Mattighofen 20K41,5*34(3,5)512,5
7Ranshofen 3221,5333*314,5
8MOL Mozart/Oberndorf2,51,50,532*-19,5
9ASKÖ Radstadt(3,5)--(2)(2,5)-*00
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