Allgemeiner Schachklub Salzburg mit Sitz im „Violett“ – ASKÖ-Sportzentrum Maxglan, Eichetstrasse 29-31, 5020 Salzburg

1. ASK Winterturnier Runde 2

Bericht von Florian Pöllner

Am Mittwoch war die zweite Runde im Online-Winterturnier des ASK, diesmal waren ein paar mehr am Start. Die erste Partie, die fertig war, war die Partie Walter Krimbacher gegen Richard Untersteiner. Wurde recht schnell gespielt. Zuerst gewann Walter durch eine wichtige Fesselung den Bauern b5, der darauffolgende Zug ignorierte komplett die Drohung der angegriffenen Dame, kein Wunder also, dass die Partie nicht mehr sehr lange dauerte. Nach 21 Zügen hatte Weiß so viel Material mehr, dass Schwarz aufgab.  
Nehmen wir als nächstes die Partie von Michi Untersteiner gegen Stefan Heigerer. Stefan kam durch f6 früh materiell in Nachteil, musste dann noch eine Figur für 2 Bauern geben. Schließlich zeigte der Computer bereits Matt in 10 an, nach 3 weiteren Zügen gab Stefan dann auf. Ob die Materialopfer wohl Absicht waren?

Nun zu meiner Partie gegen Stefan Weiß. Ich hatte schon mit dieser Auslosung gerechnet, und schon nach 4 Zügen hatte ich eine vollkommen neue Stellung. Wir beide hielten uns hier nicht unbedingt an die goldenen Eröffnungsregeln: Mein König musste in der Mitte bleiben, da ich sonst Material verloren hätte. Der Bauer war noch zu verschmerzen, schließlich hatte ich Entwicklungsvorsprung dafür. Ich musste einen Angriff finden, während Stefan die Figuren ins Spiel bringen wollte. Das gelang uns beiden aber nicht so richtig, aber er hatte inzwischen Material mehr, das ich um eine Drohung zu parieren geopfert hatte. Schließlich sprengte Stefan mein Zentrum und bevor ich meine Drohung setzen konnte forcierte er den Damentausch, dann war nichts mehr drin für mich. Stefan setzte sich mit dem Sieg erstmal an die Spitze.

Die nächste Partie lautete Christian Pichler gegen Robert Fritz. Hier wurde russisch propagiert. Beide leisteten sich ein paar Ungenauigkeiten, auf Grund der besseren Bauernstruktur hatte Christian positionellen Vorteil. Schließlich landeten sie im Schwerfigurenendspiel Turm und Dame. So nach und nach glich sich das Spiel aus und es sah nach einem remis aus. Doch dann vergaß Robert seinen König zu aktivieren und ließ den König von Christian in seine Stellung, gab dafür 2 Bauern auf der 2. Reihe für aktives Gegenspiel. Christian bewachte den a2-Freibauern mit seinem Turm, holte sich mit seinem König 2 Bauern vorne zurück und stand nun auf Gewinn, als es zu einer kuriosen Abwicklung Turm und 2 verbundene Freibauern auf c und d von Christian und 2 verbundenen Freibauern g und h mit Turm von Robert kam. Der Vorteil von Christian: seine Bauern waren schon viel weiter vorn. Das nutzte er aus, gewann den Turm für einen Bauern und der andere war auf dem Weg, im Schutz des eigenen Königs einzuziehen, den schwarzen Bauern fehlte genau ein Tempo, um gefährlich zu werden, denn mit dem wichtigen Blockzug Tg2 legte Christian diese lahm. Ganz schön spannend dieser Kampf, ein hart erkämpfter Sieg von Christian!  

Nun die Partie von Augustin Untersteiner gegen Helmut Mayer: Die Eröffnung ist nicht schwer zu erraten: Londoner System! Er wollte gleich am Königsflügel attackieren. Nach dem lehrreichen Fehler Sd7 folgte eine typische Lehrbuch-Kombination: das berühmte Läuferopfer auf h7. Der Computer zeigt forciert Matt, allerdings wäre die Alternative nicht zurückzuschlagen und mit mindestens einem Turm weniger zu spielen auch nicht erwägenswert. Schwarz hatte Glück, dass Weiß die unmittelbare Mattkombination nicht vom Stapel ließ, sondern erst einmal das Material auf f8 verputzte. So begnügte sich Gusti also mit einer Qualität. War noch ein hartes Stück Arbeit. Dann hatte er die entscheidende Idee, er veränderte die Bauernstruktur so, dass auf der h-Linie ein entfernter Freibauer zu entstehen drohte, opferte dann die Qualität für Generalabtausch und drang entscheidend mit seinem König ein. Hätte Schwarz anders zurückgeschlagen, wäre auf andere Weise der Zugzwang entstanden. Ein verdienter Sieg von Gusti!  

Bleibt noch die Partie Anatol Lederer gegen Reinhard Vlasak. Ein scharfer Sizilianer. erst so um den 20. Zug herum passierte etwas, durch einen Zwischenzug verlor Reinhard einen Bauern. Es folgte der Abtausch in ein Schwerfigurenendspiel. In der Folge ging Reinhard etwas zu sorglos mit seinen Bauern um. Anatol schaffte zuerst den Abtausch eines Turms und dann die Umwandlung die Reinhard zwang seinen letzten Turm zu geben, damit war die Partie endgültig gelaufen.   Damit hat Anatol ebenso wie Stefan 2 Siege, es ist aber noch alles eng beisammen. Nächste Runde am 24. März.

ASK Winterturnier Runde 2

BrSNrNamePkteErg.PkteNameSNr
15Krimbacher Walter0,51 - 00,5Untersteiner Richard12
211Pichler Christian0,51 - 00,5Fritz Robert14
33Untersteiner Michael0,01 - 00,0Heigerer Stefan2
410Untersteiner Augustin0,51 - 00,5Mayer Helmut13
56Pöllner Florian1,00 - 11,0Weiss Stefan4
68Lederer Anatol1,01 - 01,0Vlasak Reinhard Dr.1
77Gallob Boris Mag.0,01 - -0,0-
89Medina Miguel0,00 - -0,0-

Tabelle nach der 2. Runde

Rg.SNrNameElo1.Rd.2.Rd.PkteRes.
14Weiss Stefan18018w17s12,00,0
28Lederer Anatol167613s16w12,00,0
35Krimbacher Walter1746--0,510w11,50,0
10Untersteiner Augustin1630--0,511w11,50,0
11Pichler Christian1377--0,512w11,50,0
61Vlasak Reinhard Dr.19049w12s01,00,0
76Pöllner Florian170214s11w01,00,0
83Untersteiner Michael18751s013w11,00,0
97Gallob Boris Mag.16836s0--11,00,0
1012Untersteiner Richard1273--0,53s00,50,0
13Mayer Helmut1345--0,54s00,50,0
14Fritz Robert1380--0,55s00,50,0
132Heigerer Stefan18922w08s00,00,0
149Medina Miguel16587w0--00,00,0
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