Der ASK auf Reisen...

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Der ASK kann auf eine lange Tradition an „Schachreisen“ zurückblicken. Waren es in den 1950er und 1960er Jahre noch hauptsächlich Vereinsausflüge zu österreichische Schachklubs, begann der ASK in den 1980ern Reisen zu internationalen Schach Open zu organisieren – allen voran nach Pula. Seit 2011 besucht der ASK nun jeden Sommer ein Schachturnier seiner Wahl.


In den 1950ern, als Schach in Salzburg noch kein Breitensport war und es für eine Mannschaftsmeisterschaft noch zu wenige Schachklubs gab, standen für den ASK „Freundschaftskämpfe“ im Mittelpunkt, wie etwa gegen Hallein, Oberndorf/Laufen, Freilassing, Hochburg/Ach, Konkordiahütte oder Seekirchen. Bald schon entwickelte es sich zur lieben Gewohnheit, solche Testspiele mit Vereinsausflügen zu kombinieren. So ging die Reise 1955 nach Kufstein und Wörgl, 1956 nach Wels, 1957 nach St. Veit an der Glan und Spittal an der Drau und 1958 nach Melk. Anno 1959 wurde im steirischen Aichfeld ein Turnier mit Knittelfeld und Judenburg ausgetragen.

In den 1970ern ließen die Salzburger Mannschaftsmeisterschaft sowie neu ins Leben gerufene Turniere wie das Grenzlandturnier oder der Landescup die Austragung von Freundschaftsspielen rapide sinken. Trotzdem ließen es sich einige reisefreudige ASK-Spieler nicht nehmen, neben dem Meisterschaftsbetrieb weiterhin Schachreisen zu unternehmen und sich im freundschaftlichen Rahmen mit anderen Schachspielern zu messen. Unvergessene Schachreisen gingen etwa 1971 ins Liestal/Schweiz, 1974 nach Bruneck/Südtirol, 1975 nach Finkenstein/Kärnten, 1978 nach Meran/Südtirol oder 1980 in die südsteirische Weinstrasse.
 


Mitte Oktober 1978 gewann der ASK gegen den DFM Meran in Südtirol mit 12:6. Mit dabei waren auch einige heute noch Aktive, wie Bolda, Leeb, Mösenlechner, Thalhammer, Vlasak und Groiss.
 



In den 1980ern änderte sich der Charakter der Schachreisen: Anstatt der Freundschaftskämpfe traten nun vermehrt Besuche bei internationalen Turnieren in den Vordergrund. Eine ganz besondere Rolle nahm dabei das International Chess Open Pula ein. Pula – vormals wurde noch auf der Insel Krk gespielt – war zu dieser Zeit eines der bedeutendsten Schachturniere Europas. Neben dem malerischen Ambiente konnte man sich hier reihenweise mit den spielstarken Großmeistern aus dem „Ostblock“ messen. Es waren unvergessliche Augenblicke, als zu besten Zeiten 3.000 Schachspieler Tag und Nacht die Schachuhren drückten und alle Hotels bevölkerten!


Pula-Nostalgie: Schon bevor der ASK Schachreisen nach Pula organisierte, reisten einige ASKler auf eigene Faust zu diesem Turnier. Am Foto zu sehen Karl Groiss in der Mitte und Karl Koller rechts, der damals allerdings noch bei Mozart war.
 



Im Jahre 1982 entschloss sich der ASK schließlich, beim Schachturnier in Pula mit einer eigenen Mannschaft anzutreten. Daraus sollte schon bald ein ständiger Eintrag im ASK-Terminkalender werden. Die Organisatoren waren zunächst Günther Bolda und später Robert Rettenbacher. Die schachlichen Erfolge hielten sich zwar in Grenzen. Dafür waren die begleitenden Veranstaltungen wie Ausflüge ins Land bzw. die immer bestens organisierten „Sport“-Rahmenbewerbe schon damals ein unverzichtbarer Teil der Schachreisen! Mit dem Beginn des Bürgerkriegs in Jugoslawien endeten die Ausflüge nach Istrien abrupt.
 


Besonders oft besuchten Spieler des ASKs das Chess Open in Pula/Istrien. Im Bild 1982 mit Hans-Peter Leeb und Reinhard Vlasak sowie Alt-Obmann Kurt Berger (2.v.r.).
 



So musste der ASK Ausschau nach einem geeigneten „Ersatzturnier“ halten. In Harkány, einem kleinen Kurstädtchen bei Pécs in Südungarn, wurde er fündig. Nachdem sich 1988 mit Hartwig Huber und Walter Krimbacher erstmals zwei „Kundschafter“ das Turnier ansahen – und sich begeistert zeigten –, reisten 1989 bereits acht ASKler an: neben Krimbacher und Huber waren u. a. Rettenbacher und Janeczek mit dabei. 1990 stießen dann Klaus Jürgens und Christoph Löffler (die Reise war der Siegerpreis der ASK-Klubmeisterschaft) sowie Karl Groiss dazu. Das Ende der Schachreisen nach Ungarn kam mit der Tatsache, dass dieses Turnier immer im November stattfand und damit unweigerlich zu zeitlichen Problemen mit der parallel stattfindenden Mannschaftsmeisterschaft geführt hätte. Auch in den darauffolgenden Jahren besuchten ASKler immer wieder nationale wie internationale Schachturniere, allerdings zumeist einzeln oder in kleineren Gruppen.

Mit dem Besuch des Pula Opens im Jahre 2011 begann zugleich eine „neue Ära“. Unter der Federführung von Gernot Neuwirth und Klaus Thalhammer organisiert der ASK seitdem alljährlich im Sommer Reisen zu attraktive (inter)nationale Schachturniere. Die Organisatoren achten dabei auf Wünsche der ASK-Mitglieder ebenso wie auf eine gewisse „Abwechslung“ (national – international, in der Stadt – Sommerfrische,…). Nach Pula 2011 besuchten ASK-Spieler z. B. 2013 das Vienna Chess Open oder 2015 das Prague Summer Open.
 


Text: Gernot Neuwirth / Robert Rettenbacher



Bilder von ASK-Reisen ab 2011


Pula Open 2011: Analyse von Turnierpartien am Strand als ideale Vorbereitung für die nächste Runde.
 

Neumarkt Open 2012: Der ASK stellte den Turniersieger (Harringer) sowie zwei Kategoriesieger (Prüll, Maringer).
 

Wien Open 2013: Tolles Ambiente: Gespielt wurde im Festsaal des Wiener Rathauses.
 

Faaker See Open 2014: Wetterpech konnte unserer Laune nichts anhaben! Wir nutzten die Zeit bis zu den Turnierpartien mit Würfel- und Kartenspielen sowie mit Besuchen von Minigolf- und Bowlingbahnen.
 

Summer Prague Open 2015: Wieder sind 9 ASKler mit dabei, Stefan Heigerer schrammt im B-Turnier am Turniersieg knapp vorbei.
 

Aufgrund der Absage des St. Pauli Opens in Hamburg besuchten 2016 acht ASKler das Int. Neumarkt Open, das nach 15 erfolgreichen Jahren das letzte Mal über die Bühne ging.
 

Nach 2014 reisten wir 2017 erneut zum Faaker See Open. Diesmal gesellten sich mit Klaus Jürgens und Bernhard Besner auch zwei Bundesligaspieler hinzu.
 


 

 

Der ASK bei Sommer-Schach-Open seit 2011
 
Jahr Turnier Beteiligung Info
2011 25. Pula Open (CRO) 9 ASKler:
Klaus Thalhammer, Gernot Neuwirth, Walter Hattinger, Anatol Lederer, Manfred Lemmerhofer, Miguel Medina, Rudolf Lackner, Bruno Weinguny, Alfred Forstinger

Bericht1


Bericht2

2012 11. Neumarkt Open (A-SBG) 7 ASKler:
Klaus Thalhammer, Gernot Neuwirth, Lukas Prüll, Georg Maringer, Anatol Lederer, Thomas Böhm, Franz Harringer
Bericht
2013 18. Vienna Open (A-W) 7 ASKler:
Klaus Thalhammer, Gernot Neuwirth, Lukas Prüll, Helmut Usleber, Anatol Lederer, Miguel Medina, Andrea Zechner
Bericht
2014 30. Faaker See Open (A-KTN) 9 ASKler:
Klaus Thalhammer, Gernot Neuwirth, Peter Roth, Lukas Prüll, Reinhard Vlasak,Walter Hattinger, Miguel Medina, Helmut Flatz, Günther Maier
Bericht
2015 2. Summer Prague Open (CZ) 9 ASKler:
Klaus Thalhammer, Gernot Neuwirth, Reinhard Vlasak, Walter Hattinger, Miguel Medina, Stefan Heigerer, Markus Zauchner, Thomas Veigl, Manfred Neuwirth
Bericht
2016 15. Neumarkt Open (A-SBG) 8 ASKler:
Klaus Thalhammer, Gernot Neuwirth, Stefan Heigerer, Anatol Lederer, Manfred Neuwirth, Wilhelm Veigl, Lukas Prüll, Emanuel Frank
Bericht
2017 33. Faaker See Open (A-KTN) 9 ASKler:
Klaus Thalhammer, Gernot Neuwirth, Reinhard Vlasak, Walter Hattinger, Manfred Neuwirth, Anatol Lederer, Egon Janeczek, Bernhard Besner, Klaus Jürgens
Bericht

 

gn, akt. 20.8.2017
 

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