11. Runde - LLB 2017/18

DruckversionDruckversion

In der im Sportzentrum Nord in Liefering ausgetragenen gemeinsamen Schlussrunde der LLB war für die beiden ASK-Mannschaften noch Kämpfen angesagt. Trotz großen Einsatzes mussten sich beide schließlich geschlagen geben. ASK Supernova verlor knapp mit 2,5 : 3.5 gegen Radstadt. ASK Skywalker verloren gegen Mattighofen 2 mit 2:4. In der Schlußtabelle belegen die beiden ASK-Teams damit den 7. und 8. Tabellenrang.

Schluss Runde LLB: Mattighofen - ASK Skywalker 4:2

Bericht von Klaus Thalhammer

Bitteres Ende der Saison für den Kapitän. Letzte Woche noch Meisterfeier, diesmal der Abstieg. Die Skywalker müssen mit Platz 8 und dem gleichzeitigen Abstieg von ASK Post SV die LLB verlassen. Das interne Saisonziel, doch noch vor ASK Supernova zu liegen wurde klar nicht erreicht. Gratulation -auch vom SLV Präsidenten Berti – an die kampfstarke Truppe um Lukas Prüll.
Schnell ausgträumt war die geplante Aufholjagd nach dem schnellen Verlust von Manfred gegen Friedl Gerhard, wobei Manfred zuerst einen Figurengewinn und dann eine Mattkombination von Gerhard übersah. Alessandro zeigte sich nicht kampfeswillig und nahm das Remisangebot von Hopfgartner Heinz in ausgeglichener Stellung an. Anatol holte auch ein Unentschieden, allerdings zeigte ihm der Computer -nach der Partie!- die Wertung +7.0 an; da wäre gegen Mertz Waldemar mehr drinnen gewesen. Walter hatte eine interessante Stellung mit Materialungleichgewicht gegen den stark spielenden Döllinger Anselm erreicht. Der holte sich aber entscheidende Bauern am Königsflügel und konnte mit einem Opfer schießlich den letzten verbliebenden einmarschieren lassen. Sehr überzeugend holte Thomas den einzigen Sieg für die Skywalker. Nachdem er in der Eröffnung ausgeglichen hatte, glaubte Grausgruber Rene ein remisliches Turmendspiel erreicht zu haben, aber Thomas kannte die Endspielstellung besser und baute souverän die Stellung immer besser aus, bis ein Freibauer nicht mehr aufzuhalten war. Gernot wehrte sich lange gegen Werdecker Roland, aber konnte seine schlechte Position nie ganz ausgleichen. Ein Fehler im Endspiel zeigte dann die Aussichtlosigkeit seiner Stellung auf und er musste aufgeben.

Insgesamt holten die Skywalker vier Mannschaftssiege bei drei Unentschieden und vier Niederlagen. Mit dieser Bilanz verdient man sich eigentlich keinen Abstieg. Daher hat der Spielleiter Klaus auch schon mit einen Plan zum Klassenerhalt „seiner“ Skywalker Hoffnung im beständigsten Team dieser Saison -von der Aufstellung her- ausgearbeitet.

ASKÖ Radstadt - ASK Supernova   3,5 : 2,5

Bericht von Stefan Stader

Die Mannschaft von ASK Supernova, wie gegen Ende der Saison nun schon öfter mit Ersatzproblemen konfrontiert, sah sich diesmal einer zumindest auf den vorderen Brettern relativ stark aufgestellten Mannschaft von ASKÖ Radstadt gegenüber. Nach harten und teilweise dramatischen Kämpfen auf den einzelnen Brettern mussten wir diesmal eine knappe Niederlage hinnehmen.
Die Partie auf Brett 4, Laszlo Botond mit Schwarz gegen Josef Steger, war relativ rasch für Letzteren entschieden. Da der Schreiber dieser Zeilen mit seiner eigenen Partie mehr als beschäftigt war, folgt noch ein kurzer Bericht nach Rücksprache mit Laszlo.

Auf Brett 6 hatte sich Manfred „Lemmi“ Lemmerhofer mit Schwarz gegen Roland Zeiler bereits eine gewinnträchtig aussehende Stellung mit Bauernmehrheit erarbeitet, war allerdings von der vorhandenen Geräuschkulisse (im Spielort Sportzentrum Nord waren nicht nur die Vorgänge in Eingangshalle mit Bar zu hören, sondern in der Nebenhalle wurden auch Mannschaften in irgendeinem Match kräftig von ihren jeweiligen Fans angefeuert) derart genervt, dass er mit dem Gegner Remis vereinbarte.

Walter Haselsteiner  auf Brett 3 spielte mit Weiß die Eröffnung nach eigenem Bekunden etwas ungenau und sein Gegner, Heinrich Sadilek, erzielte daher rasch Ausgleich. Dann unterlief Schwarz jedoch ein Fehler und er büßte ohne Kompensation einen Bauern ein. Somit  konnte Walter die Bauernmehrheit am Königsflügel vorschieben und sich nach und nach Stellungsvorteile erarbeiten. Kurz vor der Zeitkontrolle dachte er aber zu lange über ein mögliches Mattnetz nach, und der bekannte „40.-Zug-Fluch“ warf seinen unheilvollen Schatten: er musste noch rasch einen Zug machen, der aber Heinrich wieder Ausgleich erzielen ließ. In weiter Folge konnte Schwarz auch seinen g-Bauern vorantreiben, worauf Weiß keine adäquate Verteidigung mehr fand. Weiß konnte zwar ebenfalls unmittelbar nach Schwarz einen Bauern in eine Dame umwandeln, das Mehrtempo reichte aber für Schwarz aus, um mit Turm und Dame dem ungeschützten König den Garaus zu machen. Im 60. Zug musste Walter daher aufgeben.
Derart also in Rückstand geraten, schien es bereits ein rabenschwarzer Tag für Supernova zu werden. Die Partien auf Brett 1 und 2 gegen jeweils laut Papierform deutlich stärkere Gegner standen auf des Messers Schneide, und die Partie von Florian auf Brett 5 schien ebenfalls unklar. Caissa hatte allerdings noch einiges an Spannung vorgesehen:

In meiner, Stefan Staders, Partie, hatte ich mit Schwarz gegen Herbert Berger einen Aufbau gewählt, den mein Gegner etwas unorthodox behandelte, was mir die Möglichkeit verschaffte, in einer Abtausch-Variante die Qualität zu opfern, dafür aber eine beim Gegner offene Königsstellung, zwei Mehrbauern und Stellungsvorteile bei beiderseitig taktisch und strategisch höchst komplexen Möglichkeiten zu erreichen, mit einem Wort, die Partie „anzuzünden“.  Weiß hätte danach durch Rückgabe der Qualität stellungsmäßig annähernd ausgleichen können – er entschied sich dagegen. Dies in einer intensiven Phase, in der vom 11. bis 23. Zug beide Gegner sonst jeweils die auch nach längerer nachträglicher Computer-Analyse besten Züge fanden, wonach sich allerdings die schwarzen Stellungsvorteile auszuwirken begannen. Im sich ergebenden Endspiel hatten die beiden weißen Türme einen bereits auf die zweite Reihe vorgerückten, gedeckten schwarzen d-Freibauern zu bewachen. Als aufgrund der sich daraus ergebenden massiven Nachteile Weiß Bauer auf Bauer verlor, sich trotz verbissener Gegenwehr mit Mattdrohungen schließlich ohne eigene Bauern vier schwarzen Freibauern gegenübersah und der schwarze g-Bauer bereits unaufhaltbar Umwandlung drohte, gab Weiß im 68. Zug auf.

Anschließend konnte auch Florian Pöllner in seiner Partie mit Weiß auf Brett 5 seinen Gegner Josef Kiss in der zweitlängsten Partie des Abends niederringen – auch hier gilt dass mir der genaue Verlauf unbekannt blieb, aber Florian berichtete kurz von längeren strategischen Entwicklungen, wonach der gegnerische Angriff von ihm mit Materialgewinn abgewehrt wurde, was nach natürlich trotzdem nicht trivialen Entwicklungen zum Gewinn der Partie führte.

Nach diesem weiteren Erfolg sahen wir uns noch die Partie auf Brett 1 genauer an: Lukas mit Weiß hatte in einem Rubinstein-Franzosen die ganze Partie über den gegnerischen König ins Visier genommen. Es war eine Stellung mit extremen Bauernungleichgewichten (an beiden Flügeln standen Bauernmehrheiten mit drei Mehrbauern des jeweiligen Besitzers), unsicherer schwarzer Königsstellung bei gleicher Figurenverteilung (jeweils Dame, Turm und Läufer) entstanden. Es sah dennoch nach einer Dauerschach- oder Remis-Entwicklung aus, trotzdem kämpften die beiden Kontrahenten (als letztes aller Bretter der gemeinsamen Landesliga-Schlussrunde!) entschlossen weiter. Später, bereits in Abwesenheit aller anderen Mannschaftsmitglieder (einzig Reinhard Vlasak hielt noch mit einem Bier auf der Terrasse die Stellung), entschloss Lukas sich zu einem Angriff, der allerdings einen, wie sich schließlich herausstellte, Verlustzug beinhaltete.

In der anschließenden Analyse-Sitzung im Strobl-Stüberl mit den Mannen von ASK Skywalker, die das Ende der Saison würdig ausklingen ließen, hatten wir also einen wie immer beherzt und gut spielenden, aber an diesem Abend glücklosen Lukas zu beklagen und viel fachzusimpeln über die Partien des Abends und der Saison, über anstehende Open und Ähnliches. An diesem schönen Schachabend ging es dann doch noch lustig zu, auch Bruno Weinguny feierte dort mit uns den Meistertitel von ASK Komet in der 1. Klasse Nord, herzliche Gratulation an dieser Stelle!  Die Mannschaft von ASK Supernova, mittlerweile etablierter Bestandteil der Landesliga B, hat diese Saison wieder gezeigt, dass sie das Potenzial hat, auch vorne in der Tabelle mitzumischen: Mit dem Rückhalt auf Brett 1, den Lukas Prüll darstellt, wenn die Stammmannschaft weiter gut aufgestellt ist (und auch großteils zur Verfügung steht) und wenn sie die immer notwendigen entsprechenden Edelreservisten auf den hinteren Brettern zur Verfügung hat, kann sie es noch weit bringen.

 
11. Runde am 14.04.2018
BR   Mattighofen 2 ELO   ASK Skywalker ELO 4:2
1   Hopfgartner Heinz DI. 1996   Misciasci Alessandro 1946 0.5:0.5
2   Grausgruber Rene 1820   Veigl Thomas 1882 0:1
3   Mertz Waldemar 1888   Lederer Anatol 1727 0.5:0.5
4   Werdecker Roland 1869   Neuwirth Gernot 1741 1:0
5   Doellinger Anselm 1891   Hattinger Walter 1674 1:0
6   Friedl Gerhard 1753   Neuwirth Manfred 1511 1:0
 
BR   MOL Mozart/Oberndorf ELO   Union Hallein 1 ELO 3.5:2.5
1   Fanninger Leon 1813   Halilovic Husejin 2025 0.5:0.5
2   Hicker Harald Dr. 1910   Buchner Martin 2055 0.5:0.5
3   Holzinger Helmut-Christian 1937   Hauthaler Mario 1980 0:1
4   Kleiter Gernot Dr. 1821   Stojakovic Miro 1759 0.5:0.5
5   Friedl Markus 1686   Berti Rudolf 1676 1:0
6   Hagmüller Josef 1712   Kipman Felix 1367 1:0
 
BR   Seekirchen ELO   SIR Mondsee ELO 3.5:2.5
1   Költringer Josef Jun. 1761   Kratschmer Heinz DI. 2018 0.5:0.5
2   Gerner Wolfgang 1435   Huber Wolfgang Dr. 1929 0.5:0.5
3   Bruckmoser Franz 1456   Kratschmer Ernst 1686 0.5:0.5
4   Mösl Felix 1625   Hopfgartner Andreas 1713 1:0
5   Költringer Josef Sen. 1553   Kaiser Wolfgang 1746 1:0
6   Weilbuchner Johann 1495   Lomsadze Irakly 1834 0:1
 
BR   Ranshofen 3 ELO   Pjesak/Schwarzach1 ELO 3:3
1   Haas Michael 1988   Ljubic Juro 2157 0.5:0.5
2   Swanidze Ilia 1926   Hasanovic Nurija 1984 0:1
3   Spernbauer Peter 1760   Hamzic Vahidin 1944 0:1
4   Nöhbauer Andreas 1894   Huber Josef 1942 1:0
5   Hoelzl Andreas 1852   Klinger Josef Sen. 1829 0.5:0.5
6   Söder Wolfgang 1796   Ljubic Franjo Jun. 1731 1:0
 
BR   HSG Schattauer Golling ELO   F&M Zechner Neumarkt 3 ELO 6:0
1   Ljubic Pero 2110   Baier Patrick 1968 1:0
2   Thalhammer Lorenz 1872   Kriechbaum Paul 1700 1:0
3   Wieser Rupert 1874   Bruckner Simon 1512 1:0
4   Buchebner Markus 2020   Burgstaller Robert 1452 1:0
5   Lazarevic Nedeljko 1658   Zwingenberger Lukas 1121 1:0
6   Ljubic Franjo 1558   Burgstaller Bastian 1029 1:0
 
BR   ASKÖ Radstadt ELO   ASK Supernova ELO 3.5:2.5
1   Hutz Gerhard 2011   Prüll Lukas 1944 1:0
2   Berger Herbert 1963   Stader Stefan 1759 0:1
3   Sadilek Heinrich 1880   Haselsteiner Walter 1807 1:0
4   Steger Josef 1663   Botond Laszlo 1834 1:0
5   Kiss Josef 1739   Pöllner Florian 1748 0:1
6   Zeiler Roland 1466   Lemmerhofer Manfred 1682 0.5:0.5

 

RANG MANNSCHAFT 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 MP PKT.
1 Ranshofen 3 * 3 3.5 4 2.5 2.5 4 4.5 5.5 4 5.5 5.5 17 44.5
2 Pjesak/Schwarzach1 3 * 2.5 3 4.5 4 3 4 3 5 5.5 5.5 16 43
3 Mattighofen 2 2.5 3.5 * 4 2 4 3.5 4 3.5 3.5 4 6 18 40.5
4 HSG Schattauer Golling 2 3 2 * 4.5 3 3.5 3 3 4 6 6 14 40
5 MOL Mozart/Oberndorf 3.5 1.5 4 1.5 * 3.5 2 3 4 3.5 5 5.5 15 37
6 Union Hallein 1 3.5 2 2 3 2.5 * 3.5 2 3.5 4.5 6 2.5 11 35
7 ASK Supernova 2 3 2.5 2.5 4 2.5 * 3.5 3.5 2.5 5 4 11 35
8 ASK Skywalker 1.5 2 2 3 3 4 2.5 * 3.5 3 4 4.5 11 33
9 SIR Mondsee 0.5 3 2.5 3 2 2.5 2.5 2.5 * 2.5 2.5 5.5 4 29
10 ASKÖ Radstadt 2 1 2.5 2 2.5 1.5 3.5 3 3.5 * 2 2 5 25.5
11 Seekirchen 0.5 0.5 2 0 1 0 1 2 3.5 4 * 3 5 17.5
12 F&M Zechner Neumarkt 3 0.5 0.5 0 0 0.5 3.5 2 1.5 0.5 4 3 * 5 16

 

Fotos: Reinhard Vlasak

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

hw, 15.4.18