Allgemeiner Schachklub Salzburg mit Sitz im „Violett“ – ASKÖ-Sportzentrum Maxglan, Eichetstrasse 29-31, 5020 Salzburg

5. Runde – Landesliga B 2019/20

Gutes Ergebnis für die beiden ASK-Mannschaften in der 5. Runde der LLB: ASK Skywalker gewinnen gegen Mozart/Oberndorf, ASK Young Stars erreichen gegen Pjesak/Schwarzach 1 eine 3:3 Unentschieden und liegen nun auf dem zweiten Tabellenplatz. Wie eng es heuer in der LLB-Tabelle zugeht sieht man auch daran, dass die oberen fünf Mannschaften lediglich von einem halben Brettpunkt bzw. einem Mannschaftspunkt getrennt werden.

Spielbericht ASK Young Stars – Pjesak/Schwarzach 1 von MF Walter Haselsteiner

Hart erkämpftes Remis der Young Stars gegen stark aufgestellte Pjesak
Am letzten Spieltag vor dem Jahreswechsel hatten wir einen besonders schweren Brocken als Gegner. Pjesak/Schwarzach reiste zwar nicht in Bestbesetzung an, war aber dennoch auf allen Brettern nominell überlegen. Auch wir gaben mit Reinhard (als Schiedsrichter im Lungau tätig) und Magdalena (half in der Staatsliga aus) zwei starke Bretter vor. So kam diesmal wieder eine ganz junge Young Star Truppe zum Einsatz.

Die größten Hoffnungen setzte ich als Non-Playing Captain auf die hinteren Bretter. Stefan hatte bisher herausragend gespielt und Bernhard und Augustin sich unter Wert verkauft. Letztere wollten das sicher ausmerzen. Vorne war dagegen die Übermacht schon sehr groß.

Bernhard Leitner erfüllte meine Hoffnungen gegen Franjo Ljubic jun.  auf Brett 4 auch als erster. Eine trockene Partie brachte frühen Damentausch und eine sehr ausgeglichene Stellung. Dennoch ließ Bernhard nicht die Zügel schleifen, blieb fokussiert und steuerte nach ca. 2 ½ Stunden ins sichere Remis.

Zu diesem Zeitpunkt sah auch die Partie von Augustin Untersteiner gegen Franz Sendlhofer auf Brett 6 für uns gut aus – wenngleich viel spektakulärer. Franz trieb zwar die Dame von Augustin aus der Verteidigungsstellung, konnte aber keine Mattchance erzeugen und unterschätzte den Gegenangriff von Augustin. Auch hier waren volle Konzentration und langes nachdenken, ob der König im „Freien“ wirklich sicher ist, das Erfolgsgeheimnis. Nach Damentausch hatte Augustin ein massives Bauernübergewicht, das er sicher verwertete. Sehenswert, wie sich der König trotz Schwerfiguren am Brett in den Angriff einschaltete.

Der gute Start war sehr wichtig, zwar bot mir Stefans Stellung Grund zu Optimismus, aber die vorderen Bretter hatten wie erwartet einen schweren Stand.

Miriam Mörwald spielte auf Brett 3 gegen Josef Huber, Forian Pöllner hatte Vahidin Hamzic auf Brett 2 zum Gegner und beide hatten einen schweren Stand. Sie legten hier Partie sehr positionell an, verbrauchten auch viel Bedenkzeit um gegen zu halten, wurden aber letztlich doch von den starken und erfahrenen Gegnern überspielt. Dennoch war der Kampfgeist und der Fight Schulter an Schulter noch nach über 3 Stunden wichtig für die Moral der gesamten Mannschaft.

Stefan Weiss spielte gegen Anton Bernatovic auf Brett 5 eine sehr überlegte Partie und konnte starken Druck gegen den lang rochierten König entwickeln. Dennoch war es sehr schwer einen Durchbruch zu finden. V.a. vor der Zeitkontrolle hatte ich einige Züge Sorge, ob er auch die Uhr im Blick hat. Aber Stefan gab sich im Stil eines erfahrenen Haudegens keine Blöße. Der lange Druck zeigte schließlich Erfolg und nach einer Unachtsamkeit nach dem 40. Zug verlor Anton in bereits schlechterer Stellung den Turm und damit die Partie.

Besonders spektakulär und die Partie des Tages war jene zwischen Michael Untersteiner und Nurija Hasanovic auf Brett 1. Es wurden rasch die Damen getauscht, Nurija hatte leichten Stellungsvorteil. Michael entschloss sich, die Partie zu verschärfen. Es entstand eine sehr komplexe Stellung mit ungleicher Materialverteilung (Siehe Partie). Zuerst behandelte Nurija die Stellung besser und erspielte sich Vorteile, dann wurde er (nach langer Spielzeit) unkonzentrierter, Michi glich aus, wurde immer besser. Auch wenn Computer mal deutliche Überlegenheit zeigen, am Brett nach 4 Stunden kann eine kleine Unachtsamkeit (in diesem Fall Kc6) den Ausschlag geben. Damit war nur mehr ein Remis möglich. Michi ärgerte sich den möglichen Sieg nicht realisiert zu haben. Entsprechend dem Spielverlauf ist das Unentschieden aber sich in Ordnung und als Non-Playing Captain war ich überaus zufrieden und glücklich mit dem Mannschaftsremis.

Spielbericht zu ASK Skywalker – Mozart/Oberndorf von MF Stefan Heigerer

Nach unserer deftigen Niederlage gegen Hallein, brennten wir natürlich auf Wiedergutmachung, vor allem weil wir auf keinen Fall in den Abstiegsstrudel geraten wollten.

Brett 3 Prüll Lukas – Stiborek Alexander: Am Eiligsten hatte es unser fleißigster Punktesammler Lukas, der zuerst die Struktur des Gegner schwächte um danach mit einer Springergabel die Qualität bei guter Stellung zu gewinnen, was Alexander zur Aufgabe zwang. 1-0

Brett 1 Veigl Thomas – Fanninger Leon: Leon wollte mit d3 im ersten Zug überraschen, doch Thomas ließ sich nicht verunsichern und konnte schnell ausgleichen. Im Mittelspiel hätte Thomas bei genauem Spiel sogar einen Bauern gewinnen können. Er begnügte sich mit einer leicht besseren Stellung und bot dem 2-maligen Blitzlandesmeister mit dem Wissen unserer 1-0 Führung ein Remis an, welches auch angenommen wurde.  1,5-0,5





Brett 2 Heigerer Stefan – Marchet Nikolas: In einer scharfen Partie mit gegengleichen Flügelattacken schien mein Angriff durchschlagender, da ich die h-Linie öffnen konnte und sich ebendiese für Operationen von Dame und Turm bestens eignete. Nikolas versuchte ebenso sein Glück mit einer Invasion von Dame und Turm am anderen Flügel. Um seinem Angriff Nachdruck zu verleihen schob er seinen b-Bauern nach vorne. Nun freute ich mich, dass ich nicht nur den Bauern gewinnen, sondern auch die Damen tauschen konnte. Denkste, Nikolas hatte noch etwas in der Hinterhand, was ich peinlicherweise übersah, mit einem Bauernaufzug wurde mein Deckungsspringer angegriffen und bei Wegzug würde der andere Fallen. Glücklicherweise konnte ich noch 2 Bauern (insgesamt dann 3) für den Springer einfahren und dann Remis bieten, das Endspiel wäre sehr schwer zu bewerten gewesen. Remis. 2-1

Brett 4 Stader Stefan – Moser Peter: Stefan schien schon bald in der Eröffnung die Initiative zu gewinnen, auch seine Dame drang gefährlich in die gegnerische Stellung ein, was auch mit einem Bauerngewinn belohnt wurde. Obwohl es sehr vielversprechend aussah war kein schneller Sieg in Reichweite und Stefan musste noch einige Zeit und Mühen investieren bis er den vollen Punkt sein eigen nennen konnte. 3-1

Brett 6 Lederer Anatol – Hagmüller Josef: Anatol erarbeitete sich in der Eröffnung  einen kleinen Raumvorteil, ohne jedoch etwas greifbares zu erlangen. Es entwickelten sich auch hier durch gegengleiche Rochaden Angriffe auf verschiedenen Flügeln. Als Anatol von unserem erfreulichen Spielstand erfuhr und er die Möglichkeit zu einem größeren Figurenabtausch erblickte, bot er Josef ein Remis an, dass dieser nach Rücksprache mit seinem Mannschaftsführer zu unserer Überraschung annahm. 3,5-1,5

Brett 5 Bieniok Alfred – Friedl Markus: In einer taktisch geführten Partie schien Markus schnell die Oberhand zu gewinnen. Ein Springer machte sich sogar auf den Weg bis nach a8 um den Turm einzukassieren. Leider ist dem Schreiber nicht bekannt wie es zuging, auf alle Fälle muss Markus den Faden verloren haben, denn auf einmal hatte Alfred 2 Figuren und einen Bauern für den Turm. Doch auch dieser Vorteil schwand wieder und Alfred strebte eine Zugwiederholung an, was Markus im letzten Moment ablehnte. Es entstand ein Endspiel mit 5 gegen 5 Bauern, 1 Läufer bei Alfred 1 Springer bei Markus. Es schien bei genauem Spiel ein Remis zu werden, doch nun schlug Fortunas Pendel zugunsten des  Oberndorfers aus. Aus Unachtsamkeit fiel Alfred leider im 40. Zug die Klappe. Endstand 3,5-2,5

Da die Gegner nach ersten Informationen schon ihr Spielerkontingent überschritten haben, dürfte die Partie auf Brett 4 zu unseren Gunsten Kontumaziert werden, was aber keinen Unterschied macht, da Stefan sie ohnehin gewonnen hat. Ein knapper Sieg der uns im Mittelfeld überwintern lässt, nun gilt es in der Winterpause an unserem Schachspiel zu arbeiten.

Spielerpaarungen 5. Runde am 23.11.2019

BrettTeamEloTeamEloErgebnis
ASK Young StarsPjesak/Schwarzach13:3
1Untersteiner Michael1852Hasanovic Nurija20030.5:0.5
2Pöllner Florian1711Hamzic Vahidin19780:1
3Mörwald Miriam1623Huber Josef19060:1
4Leitner Bernhard1573Ljubic Franjo Jun.18070.5:0.5
5Weiss Stefan1610Bernatovic Anton17111:0
6Untersteiner Augustin1555Sendlhofer Franz15901:0
Mattighofen 2SIR Mondsee2:4
1Aßmann Jürgen2012Lomsadze Irakly20340:1
2Grausgruber Rene1823Saugspier Mario20030.5:0.5
3Werdecker Roland1908Havas Clemens18630:1
4Mertz Waldemar1863Sauper Boris17051:0
5Habermann Andre0Endthaler Arnold19070:1
6Muhr Rudolf1725Hess Karl Dkfm.17070.5:0.5
HSG Schattauer GollingRanshofen 34.5:1.5
1Stojakovic Miro1679Swanidze Ilia18660.5:0.5
2Reschreiter Hans-Peter1798Söder Wolfgang18620.5:0.5
3Wenger Anton1734Hackbarth Christa16470.5:0.5
4Windhofer Johann1762Schneeweis Martin14621:0
5Nuk Josef1687Stempfer Paul Ing.8641:0
6Wenger Michael1669Post Hermann Dr15641:0
ASK SkywalkerMOL Mozart/Oberndorf3.5:2.5
1Veigl Thomas1914Fanninger Leon19380.5:0.5
2Heigerer Stefan1879Marchet Nikolas17720.5:0.5
3Prüll Lukas1925Stiborek Alexander17841:0
4Stader Stefan1821Moser Peter01:0
5Bieniok Alfred1633Friedl Markus18380:1
6Lederer Anatol1697Hagmüller Josef15970.5:0.5
ASKÖ RadstadtUnion Hallein 1:

Tabelle nach Runde 5 (vorbehaltlich fehlendem Ergebnis ASKÖ Radstadt – Union Hallein 1)

RANGMANNSCHAFT12345678910MPPKT.
1HSG Schattauer Golling*333.54.53717
2ASK Young Stars*31.544.53.5716.5
3Pjesak/Schwarzach13*4.5234616.5
4SIR Mondsee4.51.5*44.52616.5
5Mattighofen 22*2.53.544.5616.5
6ASK Skywalker32*3.51.55515
7MOL Mozart/Oberndorf341.53.52.5*514.5
8Union Hallein 12.532.54.5*312.5
9Ranshofen 31.51.5242*211
10ASKÖ Radstadt32.51.51*18
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