4. Runde - LLA 2014/15

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Beide Mannschaften des ASK gewinnen hoch und liegen nun gemeinsam an der Tabellenspitze

ASK 1 überrollt auswärts ersatzgeschwächte Mondseer mit 5,5 : 0,5. Einen hohen 4,5 : 1,5 Sieg feiert auch die Mannschaft ASK 1955 gegen stark ersatzgeschwächte Uttendorfer. Oberndorf gewinnt knapp gegen Mattighofen, Mozart siegt im Kellerduell gegen SIR. Ranshofen 3 - Ranshofen 4 und Ranshofen 2 - Ach/Burghausen endet jeweils mit einem 3:3. In der Tabelle führt nun ASK 1 vor ASK 1955. Oberndorf verdrängt Mattighofen vom Podest.

Uttendorf - ASK 1955      1,5 : 4,5

Am ersten Brett hat FM Peter Roth in einer erfrischenden Variante der Sizilianischen Verteidigung des Uttendorfers Obmann Thomas Feichtner die längste Zeit zwar Drohungen, aber keinen ernst zu nehmenden Vorteil. Gerade als die vorletzte Partie zu Ende ist, kann Peter die letze Figur tauschen und in ein gewonnenes Bauernendspiel abwickeln. Am zweiten Brett erreicht Helmut Usleber in einer taktisch geprägten Partie gegen Manfred Theußl eine bessere Stellung, die Manfred aber ins Remis abwickeln kann. Am dritten Brett nutzt Reinhard Vlasak einen strategisch schwachen Zug von Heinz Bernert Zug um Zug, um seine Stellung zu verbessern. Nach mehrfachem Figurentausch bleiben Reinhard im Turmendspiel am Damenflügel zwei verbundene Freibauern, worauf Heinz auf weitere Züge verzichtet. Am 4. Brett verteidigt sich Alessandro Misciasci erfolgreich gegen alle Angriffsversuche von Lois Grundner. Die Partie verließ nie die Remisbreite. Am 5. Brett steht Stefan Heigerer gegen Wolfgang Schwaiger optisch eher schlechter. Im Verlauf der Partie kann Stefan Ungenauigkeiten von Wolfgang nutzen und die Partie gewinnen. Am 6. Brett hat Klaus Thalhammer alle Hände voll zu tun, um seine Partie nach ungenau gespielter Eröffnung gegen die Angriffe von Michael Thurner gerade noch ins Remis zu retten.

Mondsee - ASK 1           0,5 : 5,5
Bericht von Robert Scheiblmaier

ASK 1 siegt weiter. 4.Spiel, 4.klarer Sieg. Diesmal ein Kantersieg gegen ersatzgeschwächte Mondseer, die aber durchaus etwas besser abschneiden hätten können.

Brett 1: Fuchs – Harringer 0:1

Diese Partie war als letztes zu Ende und hatte eine Menge Aufregung zu bieten – und das ist noch stark untertrieben. Der Wilde Westen war ein harmloser Kindergeburtstag gegen das, was sich hier von Beginn an abspielte. Christoph spielte eine Idee aus einer Partie Schirov – Anand. Fuchs Manfred spielte aber nicht vorsichtig wie Anand, sondern griff beherzt zu: zeitweilig hatte er einen Turm mehr (wobei aber immer Einsperren der Dame gegen einen weiteren Turm oder Matt für den schwarzen König drohte).

Unter Rückgabe eines Großteiles seiner Beute schaffte der Mondseer das beinahe Unmögliche: Er vollendete seine Entwicklung, befreite seine Dame und schaffte auch noch die Rochade. Die Partie kostete beiden unglaublich viel Bedenkzeit. Um den 25.Zug mussten beide in den totalen Blitzmodus (jeder weniger als 2 Minuten) übergehen. Bald hatte sich der Pulverdampf weitgehend verzogen. Die Damen waren getauscht, jeder hatte noch einen Turm und zwei Leichtfiguren, Fuchs aber einen Mehrbauern. Den holte sich Christoph in der Blitzphase zurück. Hopfgartner Andreas und Scheiblmaier versuchten jeweils verzweifelt mitzuschreiben, die Kontrahenten ließen ihnen aber keine Chance. Munter wurde bis zum ca. 50. bis 55.Zug weitergeblitzt! Zuerst holte sich Christoph einen weiteren Bauern, im Turmendspiel mit g und f-Bauer gegen den vorgeprellten h-Bauern von Fuchs konnte sich Christoph auch noch diesen Bauern abholen, dann war Schluss.

Nach der Partie fragte ich Manfred, ob er den nicht das Gefühl gehabt habe, bereits die Zeitkontrolle geschafft zu haben. Er meinte, dies sei ihm schon bewusst gewesen. Er glaubte aber, es könne ohnehin nichts mehr schiefgehen, weshalb er so wie Christoph einfach weiterblitzte. Gut für uns aber schade für Manfred: er hätte sich schon wegen seiner Furchtlosigkeit zumindest ein Remis verdient gehabt.

Anschließend wurde noch ausgiebig kollektiv analysiert. Eines stellte sich klar heraus: Die Partie war völlig unklar. Ein klarer Fall für den Computer – und der wird ganz schön lange brauchen.

Brett 2: Gruber – Besner  0:1

Im Turmendspiel hatte Bernhard einen gefährlichen Freibauern und die bessere Figurenstellung. In der 4.Schwarzpartie ein verdienter Sieg für Bernhard.

Brett 3: Saugspier – Löffler 1/2

Gleiche Eröffnung wie auf Brett 1, aber völlig anderes Spiel. Beide gingen sehr ruhig zu Werke. Löffler Christoph stand nach eigenen Angaben schon klar schlechter, als die Partie remis gegeben wurde. Christoph merkt man die mangelnde Spielpraxis etwas an.

Brett 4: Bauernhuber – Scheiblmaier 0:1

Schöner Vorteil für mich nach der Eröffnung. Bauernhuber hatte eine völlig ruinierte Bauernstruktur. Dazu war der für den Königsangriff wichtige weißfeldrige Läufer meines Gegners bereits abgetauscht. Ich glaubte, meinem König könnte jetzt überhaupt nichts mehr drohen. Ein falscher Plan und ein paar gedankenlose Züge später und mein Vorteil war zum Teufel. Bauernhuber bot einfach seine schwachen Bauern zum Schlagen an. Bei Annahme wäre ich in einen mörderischen Königsangriff geraten. Auch so hatte ich alle Hände voll zu tun, um den Angriff abzuwehren und musste dabei meine Figuren auf schlechte Felder stellen. Vor einem unklaren Figurenopfer scheute mein Gegner zurück und konnte anschließend auch einem Tausch der Damen nicht widerstehen. Im Endspiel 2 Türme und schlechter Läufer gegen 2 Türme und guter Springer meinerseits (wie in der Runde zuvor schon wieder) hätte Bauernhuber mich in ein unklares Doppelturmendspiel zwingen können. Schließlich tauschte mein Gegner auch noch beide Turmpaare (sonst wäre es bis zum Sieg noch ein hartes Stück Arbeit gewesen) und mein Springer schaffte sofort klare Verhältnisse.

Brett 5: Hopfgartner Andreas – Herrmann 0:1

Michael (bereits einen Bauern vorne) nutze im Mittelspiel die ungleichen Läufer zu einem druckvollen Angriff. Schließlich konnten die Verteidiger nicht mehr standhalten.

Brett 6: Kratschmer Ernst – Flatz 0:1

Auch hier ein Zeitnotdrama. Kratschmer opferte mutig aber inkorrekt einen Turm auf f7. Helmut hätte mit dem König einfach zugreifen können. Stattdessen opferte er mit einem Zwischenzug seinerseits einen Läufer und schnappte erst dann den Turm. Für die Qualität hatte der Gegner einen Freibauern auf e6 und einen munteren Springer, Helmut eine etwas gelockerte Königsstellung. Bei genauem Spiel hätte unser Mann aber den Freibauern sofort unschädlich machen können. So wurde der Springer des Gegners immer unangenehmer. Mit einem kleinen taktischen Trick (Springergabel) hätte Kratschmer in ein Remis-Bauernendspiel abwickeln können. Allerdings hätte er dazu ein guter Blitzspieler sein müssen, denn er hatte nur mehr ca. 20 Sekunden für etwa 8 Züge. So ging der e-Bauer ersatzlos verloren und kurz darauf überschritt der Spieler von Mondsee die Zeit.

Wegen Spiellokalwechsel wurde bereits um 14:00 begonnen. Einhelliger Tenor unserer Mannschaft: Ein Spielbeginn um 14:00 wäre (vielleicht mit Ausnahme der Matches der Uttendorfer) generell ganz angenehm. Der Samstag ist ohnehin schon „angepatzt“ und so kommt man früher nach Hause. Uttendorf könnte entsprechend der TUWO auf Wunsch bei Auswärtsspielen ja um 15:00 beginnen und bei deren Heimspielen könnten dies die Gegner verlangen.

 

 

4. Runde am 08.11.2014
 
BR Titel Raiffeisen Mondsee ELO Titel ASK Salzburg 1 ELO 0,5:5,5
1   Fuchs Manfred 1979   Harringer Franz 2233 0 : 1
2   Gruber Gernot 1914   Besner Bernhard 2177 0 : 1
3   Saugspier Mario 2034   Löffler Christoph 2128 ½:½
4   Bauernhuber Reinhard 1569 MK Scheiblmaier Robert 2135 0 : 1
5   Hopfgartner Andreas 1718   Herrmann Michael 2037 0 : 1
6   Kratschmer Ernst 1727   Flatz Helmut 1817 0 : 1
 
BR Titel Ranshofen 2 ELO Titel Raika Ach/Burghausen ELO 3,0:3,0
1 FM Riediger Martin 2194   Huch Reiner 2266 ½:½
2   Stadler Alexander 2098   Stöhr Helmut 2008 0 : 1
3   Frühauf Norbert 1968   Festner Konrad 1996 ½:½
4 WMK Hackbarth Christa 1802   Magg Josef 1848 0 : 1
5   ?? 0   Engelsberger Benno 1629 1 : 0
6 NM Hackbarth Wolfgang 2005   Weber Waldemar 1673 1 : 0
 
BR Titel Ranshofen 3 ELO Titel Ranshofen 4 ELO 3,0:3,0
1   Schwarzmeier Klaus 2109   Müller Alexander 2081 ½:½
2   Kücher Wolfgang 2023 FM Bensch Patrick 2158 ½:½
3 MK Spiesberger Gerhard 2080   Siemens Andreas 1937 ½:½
4   Berger Stefan 1873   Wiedmann Klaus 1911 ½:½
5   Fugger Christian 1857   Hölzl Andreas 1843 ½:½
6   Salletmeier Julian 1666   Spernbauer Peter 1736 ½:½
 
BR Titel SIR Rechenwirt ELO Titel Mozart 1910 ELO 1,5:4,5
1   Wieneroiter Gerald 2119   Hamberger Hermann 2058 0 : 1
2   Huber Wolfgang 1924 WFM Walkner Olga 2106 0 : 1
3   Prodinger Johannes 1760   Holzinger Helmut 1909 0 : 1
4   Kliegl Severin 1847 MK Hicker Harald 2031 ½:½
5   Hitsch Michael 1724   Donegani Peter 2000 1 : 0
6   Mörwald Magdalena 1616   Marchet Nikolas 1722 0 : 1
 
BR Titel Six Feet Under O/L-A ELO Titel Mattighofen 1961 ELO 3,5:2,5
1   Frank Emanuel 2122 CM Maierhofer Johann 2107 ½:½
2   Schiner Hartmut 2184 CM Poetsch Klaus 2236 ½:½
3 CM Hinteregger Arthur 2149   Werndl Erich 2113 ½:½
4   Baumgartner Armin 2023   Jergler Karl-Heinz 2210 ½:½
5   Reubel Max 1983   Aßmann Jürgen 2111 1 : 0
6 WMK Wunderl Eva 1856   Waldner Alois 1984 ½:½
 
BR Titel Yokozuna Uttendorf ELO Titel ASK Salzburg 1955 ELO 1,5:4,5
1   Feichtner Thomas 2074 FM Roth Peter 2134 0 : 1
2   Theussl Manfred 1944   Usleber Helmut 1991 ½:½
3   Bernert Heinz 1842   Vlasak Reinhard 1944 0 : 1
4   Grundner Alois 1925   Misciasci Alessandro 1927 ½:½
5   Schweiger Wolfgang 1837   Heigerer Stefan 1889 0 : 1
6   Thurner Michael 1710   Thalhammer Klaus 1856 ½:½

 

Stand nach der 4. Runde am 08.11.2014
NR MANNSCHAFT 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 MP PKT.
1 ASK Salzburg 1 * 4,0         4,5   4,0   5,5   8 18
2 ASK Salzburg 1955 2,0 *       4,5     4,0     5,0 6 15,5
3 Six Feet Under O/L-A     * 3,5       4,0   4,5 2,0   6 14
4 Mattighofen 1961     2,5 *   3,0     4,0     4,5 5 14
5 Ranshofen 3         *   2,0 3,0   3,0 5,5   4 13,5
6 Yokozuna Uttendorf   1,5   3,0   *   3,0   4,0     4 11,5
7 Ranshofen 2 1,5       4,0   * 3,0     3,0   4 11,5
8 Raika Ach/Burghausen     2,0   3,0 3,0 3,0 *         3 11
9 Mozart 1910 2,0 2,0   2,0         *     4,5 2 10,5
10 Ranshofen 4     1,5   3,0 2,0       *   3,0 2 9,5
11 Raiffeisen Mondsee 0,5   4,0   0,5   3,0       *   3 8
12 SIR Rechenwirt   1,0   1,5         1,5 3,0   * 1 7

 

Meisterschaft: